Michael Mukovskiy

Wir haben gestern zu später Stunde einen Anruf bekommen. Der Kunde hat sich beschwert, dass der SSAS Cube, der vor zehn Jahren entwickelt wurde, in letzter Zeit immer langsamer werde.

Es hat sich schnell herausgestellt, dass das Problem bei der Partitionierung liegt. Um die Kosten minimal zu halten, wurde eine statische Partitionierung verwendet. Es wurden damals die einzelnen Partitionen nur für die ersten 5 Jahre angelegt. Damit die weiteren Jahre auch im Cube landen, hat man die letzte aber mit einem open-end bei WHERE erstellt. Jetzt hat die letzte Partition schon die Daten für 5 Jahre gesammelt und weit über 20 Mio Zeilen (maximale empfohlene Länge) erreicht.

Interessant ist, dass der Cube schon seit 10 Jahren unter SSAS 2000 auf Windows NT läuft. Der Cube wird täglich mit DTS-Paketen aktualisiert. Und seit 10 Jahren hat der Cube, obwohl intensiv benutzt, keinerlei Wartung erfahren. Das System, das damals für 25.000 EUR erstellt wurde, hat zwei Mitarbeiter, die davor ausschließlich die Reports manuell im Excel erstellt haben, für andere Tätigkeiten frei gemacht und dadurch schon über eine Million EUR (sic!) für ein kleines Unternehmen gespart!

In fünf Minuten haben wir die Partitionen für die weiteren 30 Jahre erstellt. Natürlich mit einem open-end. :)