Emilija Sila

Big Data gewinnt im Zuge des enormen Technologiefortschritts immer mehr an Bedeutung. Die Zahl der generierten und gespeicherten Daten nimmt stetig zu und steigt in Bereiche, die sich nicht einfach überschauen lassen. Der Umgang mit diesen Datenmengen stellt für die Unternehmen eine Herausforderung dar. Aber es bietet auch eine große Chance: Denn aus Daten lassen sich Informationen und aus Informationen lässt sich Wissen generieren. In diesem Zusammenhang sind Big Data-Analysen wichtig, um Schwachstellen im Unternehmen zu identifizieren, Potentiale zu erkennen und zu nutzen sowie die Kunden besser zu verstehen. Visualisierungen helfen diese Daten sichtbar zu machen und zu verstehen. Ebenso wichtig ist die Präsentation der Analyseergebnisse, um das Plenum von seinen Erkenntnissen zu überzeugen.

Tableau hat die Bedeutung effizienter Präsentationsmöglichkeiten erkannt und bietet mit dem Feature Story Points dem Nutzer nun die Möglichkeit durch seine Analysen zu navigieren und eine Geschichte mit seinen Daten zu erzählen. Von einer einfachen Visualisierung bis hin zu einer Vielzahl an Diagrammen kann jede Art der visuellen Darstellung versehen mit einer Geschichte die Adressaten begeistern und einen bleibenden Eindruck bei diesen hinterlassen.

Und so funktioniert es

Im Arbeitsbereich befindet sich oben im Menü der Story-Button.

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Durch das Anklicken öffnet sich ein neues Fenster und der Nutzer kann mit seiner Story starten.

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Auf der linken Seite befinden sich bereits erstellte Dashboards und Arbeitsblätter. Diese werden per Drag&Drop in die Mitte der Ansicht gezogen. In dem Kästchen oberhalb können Erkenntnisse zu der gezeigten Visualisierung festgehalten werden. Im nächsten Schritt kann die Ansicht dupliziert oder ein neuer leerer Punkt hinzugefügt werden.

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Die Visualisierungen werden so in eine Abfolge gebracht und mit zusammenhängenden Kommentaren versehen. Der Nutzer kann wie bei einem Buch mit Hilfe eines Pfeils umblättern und durch die Story navigieren.

Dieser Ansatz kann deutlich effizienter als die herkömmlichen Reports sein. Eine Vielzahl der heutigen Reports bestehen aus Visualisierungen, die mit Hilfe von BI Software erstellt und anschließend in eine Power Point Präsentation eingefügt werden. Dieser Prozess ist nicht nur aufwendig, sondern führt auch dazu, dass die Interaktivität der Analyse verloren geht. Mit Story Points als Präsentationsmittel bleibt die Interaktivität der Daten erhalten. So kann der Nutzer immer tiefer in die Analyse einsteigen und seine Erkenntnisse mit einem Story Point festhalten.

Auf den ersten Blick ist die Performance der Produkte positiv

Im folgenden Beispiel wird die Performance einzelner Produkte analysiert. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Gewinn- und Umsatzentwicklung nach Absatzmärkten in den vergangenen fünf Jahren.

 

Mit dem ersten Story Point wird eine Landkarte angezeigt, auf der die Gewinne und Umsätze für alle Produkte abgebildet sind. Die erste Erkenntnis ist, dass die Gewinne für alle Produkte und in allen Absatzmärkten bis auf einige wenige Ausreißer positiv sind. Mit Hilfe des Schnellfilters lassen sich zusätzlich die Gewinn- und Umsatzentwicklungen der letzten Jahre darstellen. Schaut man sich im nächsten Story Point die Performance der Produkte genauer an, fällt auf, dass insbesondere mit Tischen und Bücherschränken Verluste generiert werden. Indem man sich die Verluste auf der Landkarte anzeigen lässt, bekommt man schnell einen Überblick über die Regionen, in denen zum Beispiel Tische unprofitabel sind. Das Scatter Plot zeigt eine Verteilung der Kunden in Abhängigkeit von Gewinn und Kosten, sodass man die unprofitablen Kunden zu einem Set zusammenfassen kann. Die sogenannten Outlier können nun in der Map abgebildet werden. In dieser erkennt der Nutzer sehr schnell, in welcher Region die unprofitabelsten Kunden wohnen. Im nächsten Schritt kann der Nutzer tiefer in die Analyse einsteigen, indem er sich fragt,  ob die Verluste mit einigen wenigen (Groß-)Kunden oder mit vielen Kunden in der Region generiert werden. Aus den Erkenntnissen ergibt sich eine Vielzahl an Fragestellungen, die mit Tableau beantwortet werden können. Maßnahmen können abgeleitet und gezielt umgesetzt werden. Für Direct Marketing Aktivitäten beispielsweise können die Erkenntnisse von entscheidender Bedeutung sein, wenn es darum geht eine direkte Ansprache der Kunden zu erreichen.

Mit Story Points verfolgt der Nutzer eine klare Absicht: Er möchte nicht nur ein Ergebnis sehen, sondern auch Zusammenhänge aufzeigen, die sich nicht zwangsläufig zeigen. Schließlich können in diesem Detail die wesentlichen Gründe für die Geschäftsentwicklung liegen. Indem der Nutzer diese Entwicklungen analysiert und erläutert, erzählt er im Grunde eine Geschichte mit seinen Daten.