Michael Schmahl

Microsoft hat das Entwicklungstempo für seine Self-Service-Suite Power BI seit dem Preview Ende 2014 merklich verschärft. So brachte die erste Jahreshälfte schon eine Reihe bemerkenswerter Neuerungen. Hierzu zählen unter anderem ein komfortabler Cloud-Service in Form von PowerBI.com, das Gestaltungswerkzeug „Power BI Designer“, Apps für iPad und iPhone sowie die Einbindung vorgefertigter Datenquellen wie Salesforce, SAP Business Objects, Facebook oder Google Analytics. Zuletzt wurde noch ein unmittelbarer Zugriff auf Azure-Datenbanken ohne eigens definiertes Datenmodell ermöglicht.

Etwa vor einem Monat kündigte das Power-BI-Team eine ganz neue Phase der Produktentwicklung an, die vor allem die Themen „Data Exploration“ und „Reporting“ stärker fokussieren soll. Von maßgeblichen Erweiterungen des Leistungsspektrums war die Rede – Grund genug, um die anstehenden Releases mit einer kleinen Blog-Serie zu begleiten. In der vergangenen Woche war es dann auch soweit: Zum Einstieg wurde gleich das langerwartete Update von „Data Refresh“ vorgelegt, also der Aktualisierung von verwendeten On-Premise-Daten. Dabei wurde nicht nur die Liste der möglichen Datenquellen umfassend erweitert. Zudem lassen sich Aktualisierungen jetzt in deutlich kürzeren Abständen vornehmen sowie Warn- bzw. Fehlermeldungen einrichten.

Das bedeutet konkret: Wer auf Basis von „PowerBI.com“ und „Power BI Designer“ Berichte erstellt und publiziert hat, der kann die verwendeten On-Premise-Datensätze bei Bedarf mehrmals pro Tag automatisch aktualisieren lassen. Gleiches gilt für Auswertungen, die mittels Power Query oder Power Pivot in Excel 2013 generiert wurden. Derweil informiert die Fehler-Anzeige den Nutzer per E-Mail über etwaige Unstimmigkeiten im Rahmen einer Aktualisierung. Dabei werden detaillierte Informationen zu den Ursachen geliefert. Hinzu kommt eine „Refresh“-Historie, die einen Überblick über alle erfolgreichen und fehlgeschlagenen Vorgänge verschafft.

Nicht zuletzt kann Data Refresh nunmehr auf alle gängigen On-Premise-Datenquellen angewendet werden – sprich:

· SQL Server

· Oracle

· Teradata

· IBM DB2

· PostgreSQL

· Sybase

· MySQL

· SharePoint List (on-premises)

· File (CSV, XML, Text, Excel, Access)

· On-premises SQL Server Analysis Services Tabular models (uploaded data; not live connections)

· Folder

· Custom SQL/native SQL

Weitere Quellen sollen im Zuge der nächsten Updates folgen. Um die neuen Funktionen nutzen zur können, muss auf dem betreffenden Gerät zunächst das „Power BI Personal Gateway“ installiert und konfiguriert werden. Im Power-BI-Blog von Microsoft gibt es hierzu eine genaue Anleitung.