Michael Schmahl

Eine neue BARC-Studie beleuchtet den Wandel des Datenmanagements im Zuge der Digitalisierung. Am erfolgreichsten verlaufen Veränderungsprozesse, wenn die Unternehmensführung für entsprechende Voraussetzungen sorgt.

Düsseldorf/Würzburg – Die digitale Transformation von Unternehmen gelingt nur mit einem entsprechenden Datenmanagement. Dies ist eine der wichtigen Erkenntnisse der aktuellen BARC-Studie „Modernes Datenmanagement für die Analytik“, an der sich fast 300 BI-Profis aus der DACH-Region beteiligt haben. Laut der vom Beratungshaus Oraylis gesponserten Untersuchung sind sich immer mehr Unternehmen des ökonomischen Wertes ihrer Daten bewusst: Insgesamt 71 % treffen inzwischen unternehmensweit Entscheidungen auf Basis entsprechender Auswertungen. Gleichzeitig beklagen aber viele der Befragten speziell beim Datenmanagement massive Hemmnisse. So zeigt die BARC-Studie auch, dass Veränderungen in diesem Bereich vor allem dann gelingen, wenn sie strategisch und organisatorisch verankert werden.

Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit

„Insbesondere Management und Fachbereiche setzen hohe Erwartungen in die wertorientierten Datenanalyse und wollen diese für die Neuausrichtung von Geschäftsprozessen und -modellen nutzen“, erläutert Timm Grosser, verantwortlicher Senior Analyst der BARC. „Jedoch klafft gerade beim Datenmanagement eine beträchtliche Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit.“ Denn: Das Gro der Teilnehmer ist mit der Umsetzung wichtiger Datenmanagement-Themen unzufrieden, wobei die Diskrepanz zwischen Relevanz und Zielerreichung bei den allseits gefragten „Predictive“- bzw. Prognoseverfahren am höchsten eingestuft wird. Wie es scheint, mangelt es den meisten Unternehmen an den notwendigen Voraussetzungen. Insgesamt 66 % der Befragten kritisieren unzureichende Ressourcen, 50 % festgefahrene Strukturen, 39 % eine fehlende Kultur.

Zumindest scheint der Unmut der Anwender Gehör zu finden. Über 80 % der Unternehmen befinden sich in moderaten bis großen Veränderungsprozessen. Dabei werden immer mehr Aufgaben des Datenmanagements in die Fachbereiche verlagert.

Datenmanagement wird zur fachlichen Disziplin

Mit den Fachbereichen als Treiber des digitalen Wandels entwickelt sich das Datenmanagement zunehmend zur fachlichen Disziplin. Wegbereiter sind Self-Service-Lösungen, die schnell und flexibel eine selbstständige Datenbearbeitung von der Integration bis zur Visualisierung ermöglichen. Über 50 % aller Unternehmen haben derlei Anwendungen schon im Einsatz oder kurzfristig geplant. Für die Zukunft ist davon auszugehen, dass Self-Service zum festen Baustein jeder BI-Strategie wird, wobei die IT-Abteilungen primär als Ideengeber und Dienstleister fungieren. Eine zusätzliche Erweiterung erfährt die Architektur- und Technologielandschaft beispielsweise durch Predictive-Werkzeuge, Big Data Appliances, Sandbox-Modelle oder Hadoop-Ökosysteme. Die stabile Basis liefern indes traditionelle Formen der Datenspeicherung: Data Marts und ein zentrales Enterprise Data Warehouse sind bis heute mit 57 bzw. 55 % elementarer Bestandteil der analytischen Infrastruktur und werden es – wie kurz- und langfristige Planwerte zeigen – auch künftig bleiben.

Datenstrategie gehört laut BARC-Studie auf den Prüfstand

Fraglich ist indes, in wie weit technologische Umbaumaßnahmen erfolgreich sein können, wenn die erforderlichen Rahmenbedingungen nicht gegeben sind. So vermittelt die Studie eindrucksvoll, dass Veränderungsgeschwindigkeit und Zielerreichung stark von der Organisationsform abhängen. Die weitaus besten Ergebnisse zeigen Unternehmen, die über eine eigenständige BI-Organisation verfügen. „Die Werte decken sich mit unserer Praxiserfahrung“, sagt Jörg Plümacher, Geschäftsführer von Oraylis. „Der Übergang zum datengetriebenen Unternehmen bedarf einer umfassenden Managementunterstützung und eines bewussten Kulturwandels. Es gilt, Ziele und Strategien im Umgang mit Daten auf den Prüfstand zu stellen und daraus unternehmensweite Maßnahmen abzuleiten. Erst dann kann man von seinen Daten nachhaltig profitieren.“

Laden Sie die vollständigen Studienergebnisse herunter sowie eine umfassende Info-Grafik zum Thema.

 

BARC-Studie zum Datenmanagement in Zeiten der Digitalisierung.

Management und Fachbereiche entwickeln sich zunehmend zum Treiber für Veränderungen im Bereich der Business Analytics. Die IT fungiert indes als Initiator und Wegbereiter.

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