Daniel Esser

Microsofts Self-Service-BI Komponenten ermöglichen es mehr und mehr BI-Systeme in einer sehr agilen Vorgehensweise zu entwickeln. War früher die Modellierung eines Data Warehouses (z.B. im Sternschema nach Kimball) bezogen auf die Business Cases eines der ersten Todos auf der Projektagenda, so ist diese Vorgehensweise heute ein wenig in den Hintergrund gerückt.

Dies meint nicht, dass die Modellierung eines Data Warehouses unwichtig geworden ist, aber große Teile der Business Cases können heute schon in Excel modelliert und zu einem späteren Zeitpunkt in einem regulären Data Warehouse industrialisiert werden.

Dies bringt zum einen die Nutzer von BI näher an die Technik und auch näher an ihr Business, aber vor allem beschleunigt sich dadurch die Anforderungsanalyse, und die Ergebnisse in Form von Analysen und Berichten sind sofort nutzbar. Es wird heute also zunächst mit den sehr mächtig gewordenen Self-Service-Komponenten und den Daten „experimentiert“. Es entstehen bereits nach kurzer Zeit, die Rede ist hier von ein paar Tagen, die oben erwähnten Ergebnisse.

Self-Service-BI in Excel

Was leistet Microsofts Self-Service-BI?

Ein kleines Beispiel aus einem unserer Self-Service-BI Projekte – In Excel wurden innerhalb von 3 Minuten 2.3 Millionen Transaktionen geladen. Dies entspricht ca. 1/20 des Gesamtjahresdatenvolumens und nur ca. 4,5% der maximal in Power Pivot (auf einer 32-Bit Maschine) darstellbaren Datenmenge. Es wäre theoretisch möglich alle 50 Millionen Transaktionen des gesamten Jahres zu laden und noch moderat durch eine Pivot-Ansicht zu Browsen (4GB freier RAM vorausgesetzt).

Dies erlaubt das Filtern sowie „Slice & Dice“ der Transaktionen nach Zeit, Filiale und Artikeln und es wurden bereits handelsspezifische Kennzahlen (Umsatz, Menge, Spanne) berechnet. Die langsamste Reaktionszeit innerhalb von Excel ist die beim Drill-Down auf eine oder mehrere spezifische Transaktionen und lag bei ca. 3 bis 4 Sekunden, alle anderen Operationen waren gefühlt ohne verzögerung.

Auf Basis der vorhandenen Daten wurden anschließend für den Handel spezifische Reports, Dashboards und Ad-Hoc-Analysen erstellt.

Was sind also die Anforderungen für Microsoft Self-Service-BI?

Das absolute Minimum um mit Self-Service-BI starten zu können ist Microsoft Excel 2010 mit dem Power Pivot Add-On. Kurz zusammengefasst die Minimalanforderung:

Empfehlenswert aber trotzdem optional:

Weitere Details finden sich auf der offiziellen Seite von Microsoft: Installieren von PowerPivot für Excel. Hier findet sich das Microsoft BI Poster welches einen sehr guten Überblick über alle Komponenten gibt.

Interessiert einen Self-Service-BI Use Case durchzuspielen?

Kontaktieren Sie mich unter d.esser@oraylis.de oder einen meiner Kollegen.