Lukas Lötters

Es war einiges los in den letzten Monaten in der Power BI Welt. Auch wenn der Update-Zyklus mittlerweile von wöchentlich auf monatlich gewechselt ist, gibt es dennoch  viel zu Berichten und entdecken. Im Folgenden 3 meiner persönlichen Highlights!

Power BI Embedded

Diese Funktion beherbergt einiges an Sprengkraft. Ab sofort können Power BI Berichte in eigene Anwendungen integriert werden. Power BI Embedded nennt sich dieser neue Dienst. Hierbei wird ein Bericht und ein Dataset in Power BI Embedded zur Verfügung gestellt. Power BI Embedded ermöglicht es nun, nach Implementierung eines Sicherungsmechanismus, in die eigenen Anwendungen Power BI Berichte zu renderen und in der eigenen Anwendung anzuzeigen. Dabei wird pro aufgerufenen Bericht bezahlt. Laut Azure Preiskalkulator kosten 1000 Aufrufe eines Bericht 2,5 $. Bisher ist diese Funktion nur in den US Datenzentren zur Verfügung gestellt, soll aber zeitnah auch nach Europa kommen. Power BI Embedded ermöglicht es Power BI Berichte auch an Mitglieder außerhalb der eigenen Organisation, die vielleicht kein Power BI haben, zu teilen. Eine weiter Lücke, die geschlossen wurde.

 

Power BI Embedded

Power BI Embedded

Row-Level-Security

Eines der nächsten Highlights ist die neue Row-Level-Secruity. Zwar konnte man die Zugriffsberechtigungen auf ein Dataset bisher schon über Gruppen,  Inhaltspakete und direkte Freigaben steuern, eine Berechtigung innerhalb eines Dataset war bisher nur bei SSAS-Quellen und Azure SQL-Datenbanken möglich. Das hatte den unschönenen Effekt, dass man im schlimmsten Fall für jeden Nutzer ein eigenes Dataset veröffentlichen musste.  Der damit verbundene Mehraufwand entfällt mit der Row-Level-Security (RLS).

Mit RLS können Filterbedingungen auf einem Dataset hinterlegt werden. Diese Filterbedingungen können dann mit einem Nutzer  verknüpft werden. Sobald der Nutzer einen Bericht aufruft, auf dem das Dataset basiert, greift automatisch die Filterbedingung. Zum Beispiel enthält ein Dataset die Ergebnisse einzelner Vertriebsregionen. Über den RLS kann nun ausgesteuert werden, dass ein Vertriebsleiter der Region „West“ nur Inhalte seiner Region sieht.

Row-Level-Security Config Page

Row-Level-Security Config Page

Analyse in Excel

Analysieren in Excel: Auch wenn es auf den ersten Blick so  aussieht, das Power BI und Excel zusammen gehören, so ganz passte das alles nicht zusammen. Von Excel kommend aus war die Geschichte schon zu Beginn sehr rund! Man konnte in Excel mit Power Query und Power Pivot ein Datenmodell erstellen und dieses bei Bedarf nach Power BI Desktop oder ins Power BI Portal veröffentlichen. Soweit so rund. Blöderweise war dieselbe Strecke aus Power BI Desktop zurück nach Excel nicht ohne weiteres möglich. Intern sprachen wir auch gerne von der „Einbahnstraße Power BI“. Das Power BI Team möchte daran nun etwas ändern! Ein erster Schritt ist die Möglichkeit in PowerBI.com veröffentlichte Datasets per ODC Verbindung wie eine gewöhnliche SSAS Instanz mit Excel Pivot abrufbar zu machen. Eine echte Export/Import Funktion wäre sicherlich schöner gewesen, aber dieser Ansatz erfüllt ebenfalls seinen Zweck. Ein direkter Import von Power BI Desktop nach Excel dürfte sich allerdings als schwierig gestalten, denn selbst in Excel 2016 läuft eine deutlich ältere Power Pivot/Tabular Implementierung. Dieser Fehlen einige Funktionen, die SSAS-Tabular im SQL-Server 2016 und Power BI Desktop mitbringen, zum Beispiel berechnete Tabellen oder bidirektionale Filterung. Ich lass mich aber gerne eines Besseren vom Power BI, Office und  SQL Server Team belehren, denn Power BI und Excel gehören einfach zusammen.

Analyse in Excel

Analyse in Excel

Es gab noch einige weitere Highlights in der letzten Zeit. In meinem nächsten Post erfahrt ihr mehr dazu.