Michael Schmahl

Mit dem SQL Server 2016 hat Microsoft einen beeindruckenden Entwicklungssprung vorgelegt. Experte Hans Klüser verschafft im Kurzinterview einen ersten Überblick.

Herr Klüser, was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Neuerungen beim SQL Server 2016?

Hervorzuheben ist sicherlich, dass sich die verschiedenen Datenwelten nunmehr zu einer homogenen Einheit verbinden lassen. Durch die R-Integration wachsen klassische Datenbanken und Advanced Analytics zusammen. Strukturierte Datenbestände lassen sich über PolyBase nahtlos mit Big Data verknüpfen. Daneben erlaubt StretchDB eine flexible Einrichtung hybrider Modelle aus On-Premise- und Cloud-Komponenten. Aber das sind tatsächlich nur einige von vielen bemerkenswerten Neuerungen.

Für wen lohnt sich der neue SQL Server aus BI-Sicht?

Zunächst einmal für all jene, die heterogene Lösungen für die Datenhaltung und Analyse nutzen und zukünftig zusammenführen möchten. Gleiches gilt für eine effiziente Kombination relationaler und nicht-relationaler Daten. Nicht zuletzt ist der SQL Server 2016 eine sinnvolle Entscheidung, wenn man beispielsweise umfangreiche historische Datenbestände kosteneffizient auslagern will und diese gleichzeitig im direkten Zugriff behalten möchte.

Welchen Stellenwert hat der SQL Server 2016 für die BI-Entwicklung?

Einen großen. Durch das Zusammenwachsen der verschiedenen Welten erhöhen sich nicht nur die Möglichkeiten bei BI-Projekten. Auch die Produktivität steigt. Dinge, die vorher nur mit erhöhtem Aufwand oder zusätzlichen Mitteln zu implementieren waren, kommen nun „out of the box“. Das reduziert Kosten, während Nutzen und Anwenderfreundlichkeit deutlich zunehmen.

Hans Klüser - Interview zu den Neuerungen beim SQL Server 2016.

Hans Klüser ist Senior Consultant bei der ORAYLIS GmbH. Er setzt laufend BI- und Big-Data-Projekte auf Basis des SQL Servers um. Sein Know-how zum SQL Server 2016 vermittelt er aktuell im Rahmen von Vorträgen und Webinaren.