Marco Bandner

Unabhängig davon wie die Migration von SQL Server 2012 auf Version 2014 geplant wurde, wird es – hoffentlich – eine bestimmte zeitlang notwendig sein, dass Entwickler und Betrieb mit beiden Versionen gleichzeitig arbeiten müssen. Das „Altsystem“ auf Version 2012 muss weiter betrieben und evtl. weiterentwickelt werden. Zeitgleich führen Entwickler die Migration der Sourcen durch und machen Funktionstests. Der Betrieb gewährleistet währenddessen, dass das Produktivsystem auf 2012 ungestört zur Verfügung steht und testet im Parallelbetrieb auf Version 2014.

Entsprechend müssen Entwicklung und Betrieb die Werkzeuge in beiden Versionen für SQL Server 2012 und 2014 zur Verfügung gestellt werden. Unserer Erfahrung nach führt die parallele Installation beider Versionen gelegentlich zu Problemen. Diese waren teilweise nur durch Neuinstallation der gesamten Arbeitsumgebung behebbar. Dieses Risiko und die damit verbundenen Verzögerungen kann man sich ersparen, indem für die SQL 2014-Werkzeuge eigene Arbeitsumgebungen aufgesetzt werden – dies ist auch über virtuelle Maschinen realisierbar.

An dieser Stelle geben wir einen kurzen Überblick über die Komponenten, welche auf der Client-Umgebung installiert werden sollten:

  • Microsoft SQL Server Management Studio 2014
    mit mind. den Features „Client Tools Connectivity“ und „Management Tools – Complete“
  • Microsoft Visual Studio 2013
    falls kein managed Code entwickelt wird, sondern nur DB- und BI-Projekte mit VS realisiert werden sollen, ist auch die Shell-Version ausreichend. Diese wird automatisch durch die nachfolgenden drei Punkte installiert.
  • Microsoft SQL Server Data Tools Business Intelligence 2014 für VS 2013 (SSDTBI 2013)
  • Microsoft SQL Server Data Tools 2014 für VS 2013 (SSDT 2014)
  • Microsoft Visual Studio – aktuellstes Update
  • Microsoft Visual Studio 2013 Team Explorer
    falls TFS als Quellcode-Verwaltung verwendet wird. Bei Einsatz einer anderen Codeverwaltung ist das entsprechende Plugin zu verwenden.

Anschließend sind noch die Connectoren zu den Quell- und Zielsystemen für den SQL Server 2014 in Verbindung mit Visual Studio 2013 zu installieren. Hier sind nur Beispiele genannt:

  • Falls Oracle als Quell-/Zielsystem angebunden wird:
    – Oracle Client 32Bit sowie Oracle Data Tools (ODT) 32Bit
    – Oracle Client 64Bit sowie Oracle Data Acess Components (ODAC) 64Bit
  • Ggf. Microsoft Attunity Oracle Connect in Version 32 und 64Bit
  • Oraylis BI.Loader

Überblick über die Blog-Serie:

  1. Projekt und Überblick
  2. Organisation und Projektplanung
  3. Analysephase
  4. Client Arbeitsumgebungen
  5. Datenbanken
  6. Integration Services