Michael Schmahl

Die Industrie 4.0 ist das Pendant zum Internet of Things (IoT) im produzierenden Gewerbe. Ursprünglich als Zukunftsinitiative der Bundesregierung gestartet, beschreibt der Begriff heutzutage die intelligenten Vernetzung von Maschinen, Zulieferketten und Produkten. Die Auswertung der in diesem Kontext erzeugten Massendaten erlaubt nicht nur eine umfassende Optimierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen etwa durch vorausschauende Predictive-Szenarien. Ebenso haben die Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte kundenfreundlicher zu gestalten und gegebenenfalls sogar mit völlig neuen Dienstleistungen zu ummanteln.

„Intelligente“ Maschinen und Produkte

Grundlage der Industrie 4.0 bilden Sensoren, die fortlaufend Maschinen-, Logistik- und Produktdaten generieren. Im Rahmen der Fertigung sorgt eine Echtzeitauswertung dieser Daten beispielsweise dafür, dass Maschinenausfälle unmittelbar registriert und behoben werden können. Gleichzeitig filtern sogenannte Machine-Learning-Modelle aus den Daten wiederkehrende Muster, sodass sich derlei Situationen etwa durch vorausschauende Wartungstätigkeiten gezielt vermeiden lassen. Indes können bei Engpässen in der Lieferkette augenblicklich Konsequenzen für die Produktion sowie entsprechende Gegenmaßnahmen abgeleitet werden. Auf Produktseite trägt derweil eine kontinuierliche Überwachung von Sensordaten dazu bei, die Bedienung oder auch den Service für den Kunden zu optimieren. Für die verschiedenen Anwendungsszenarien, wie etwa Predicitive Analytics oder Remote Monitoring, stehen auch bereits vorkonfigurierte Lösungen zur Verfügung.

Industrie 4.0 ermöglicht durch die Echtzeitanalyse von Sensordaten eine umfassende Optimierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen.

Durch die Echtzeitanalyse von Sensordaten können Fehlläufe in der Produktion unmittelbar registriert und behoben werden.

Industrie 4.0 findet in der Cloud statt

Um von den Vorteilen der Industrie 4.0 umfassend profitieren zu können, bedarf es einer hoch performanten Infrastruktur sowie enormer Speicherkapazitäten. In der Praxis setzen sich vor allem Cloud-Lösungen durch, da hier die erforderlichen Ressourcen schnell, kostengünstig und sehr flexibel in Anspruch genommen werden können. Investitionen in die eigene Hardware entfallen. ORAYLIS rät in diesem Kontext zur Verwendung der Azure IoT-Suite. Microsofts leicht zu handhabendes Komplettpaket ermöglicht einen schnellen und wirtschaftlichen Einstieg in die IoT-Thematik. Es beinhaltet alle erforderlichen Dienste zur Verarbeitung von Sensordaten in der Cloud. Hierzu zählen Werkzeuge für die Datenverwaltung über die Echtzeitanalyse bis hin zur Visualisierung. Mit Azure ML stehen zudem Komponenten zur Verfügung, mit deren Hilfe Modelle zum Machine Learning aufgebaut und trainiert werden können.

Einführung INTERNET OF THINGS/INDUSTRIE 4.0: So bauen Sie IoT-Szenarien für Ihr Unternehmen auf!